Hund und Katze - einander spinnefeind?

Viele Menschen gehen nach wie vor davon aus, dass sich die beiden liebsten Haustiere miteinander so ganz und gar nicht vertragen. Das ist aber so ganz und gar nicht wahr. 

Mit Vorurteilen aufräumen

Sicherlich, es gibt Konkurrenz zwischen Hunden und Katzen, wenn sie aufeinander stoßen. Die gibt es allerdings auch unter Hunden und unter Katzen allein. Letztlich ist ja alles nur eine bloße Frage der Gewöhnung. Doch immerhin sind Hund und Katze relativ große und starke Haustiere, die einander Konkurrenz machen, was das Futter betrifft - aber nur in der Theorie. Aber natürlich ist das auch in den Programmen, die genetisch bedingt in den Tieren schlummern.

De facto aber sind Hunde und Katzen ja doch vor allem darauf angewiesen, was das Herrchen oder das Frauchen ihnen vorsetzt. Und das ist heute ein höchst spezialisiertes Unterfangen. Auf den Geschmack und die Bedürfnisse der jeweiligen Tierarten ist das Tierfutter heute nämlich zugeschnitten wie noch nie zuvor in der Geschichte der Ernährung von domestizierten Tieren. Wie gesagt, ein bisschen Konkurrenz gibt es da schon, doch wie der Mensch sind auch Katzen und Hunde nicht einzig und allein durch ihre Gene bestimmt. Während der Mensch dank der ihm eigenen Vernunft sehr unabhängig von seinen Genen agieren und denken kann, weiß man das bei den Tieren, die man sich hält, nie so genau.

Manch ein Halter oder manch eine Halterin überschätzt sicherlich die "Intelligenz" des eigenen Tieres, aus bloßer Zuneigung vermutlich. Genau, wie Menschen auch ihre Kinder gerne für schlauer halten, als sie sind (wobei es natürlich trotzdem auch das traurige Gegenteil gibt), gibt es dies auch mit Hinblick auf die Beurteilung der intellektuellen Fähigkeiten der Haustiere. Natürlich wird nie jemand mit seiner Katze philosophische Gespräche führen, und wenn, dann doch hoffentlich ohne zu erwarten, dass die Katze irgendetwas davon versteht. Das gleiche gilt natürlich auch für Hunde. Denn auch wenn Hunde auf Zuruf Befehle ausführen, wäre es vermessen, davon auszugehen, dass der vierbeinige Freund etwas mit der Sprache in ihrer Funktion als Sprache zu verstehen vermag. Es sind vielmehr Tonfall und Training, die den Erfolg verbaler Signale ausmachen. Doch trotz alledem - ein Hund und eine Katze, die gemeinsam aufwachsen, vertragen sich.

Früh übt sich

Bei der Zusammenführung von Hunden und Katzen gilt: je jünger, desto besser. Wenn die Tiere einander noch während ihrer Prägungsphasen kennen lernen, können sie gute Freunde werden. Dies ist aber auch noch später möglich. Schließlich können sich die Tiere auch jeweils an den Menschen gewöhnen. Und das liegt ja nicht nur daran, dass er sie mit Haustierbedarf versorgt, sondern an einer generellen Adaptionsfähigkeit.

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