Windhunde

Den Windhund an sich gibt es nicht. Windhund ist die Bezeichnung für eine bestimmte Art von Hunden. Sie sind meist hochläufig, schlank und wurden meist als Hetzhunde gezüchtet, die auf Sicht jagten bzw. heute noch jagen.

Windhunde Übersicht

Windhunde hatten bzw. haben bei der Jagd die Aufgabe gesundes Wild (das konnten Him Laufen einzuholen.

Nach den Geparden zählen Windhunde zu den schnellsten Landtieren der Welt.

Eine veraltete Bezeichnung für Windhund ist Windspiel. So gibt es auch diverse Rassen, die diese Bezeichnung heute noch tragen (Italienisches Windspiel). Zu den Windhunden gibt es noch windhundähnliche Rassen, die allerdings, zumindest beim Hundeweltverband FCI zur Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp) gelistet werden. Ein Beispiel für eine windhundähnliche Rasse sind die Podencos, eine Jagdhundrasse, die in Spanien weit verbreitet ist. In Spanien gibt es mit dem galgo (galgo Español) noch eine eigene Windhundrasse.

Geschichte

Der Windhund in der Antike

Zusammen mit dem Molossern zählt der Windhund zur ältesten bekannten Spezialisierung des Haushundes. Wobei Molosser und Windhund gegensätzlicher kaum sein könnten, ist der Windhund doch hochläufig, schlank und grazil, der Molosser hingegen massig und muskulös.  Vom Windhund gibt es Darstellung aus dem alten Ägypten. Jagdhunde, die dem Typ des Windhundes entsprechend würden, wurden im antiken Griechenland von Xenophon beschrieben und auch im alten Rom gab es entsprechende Jagdhunde, wenn man liest, dass Arrian im 2. Jahrhundert die Jagdhunde seiner Zeit in drei Gruppen unterteilt: Molosser (pugnaces), Bracken bzw. Laufhunde (sagaces) und eben Windhunde (cleres).

Der Windhund im Mittelalter und der Renaissacne

Im Mittelalter war die Jagd eine Beschäftigung, die dem Adel vorbehalten war und dementsprechend war der Besitz von Windhunden vielerorts auch ein Vorrecht des Adels. Dies änderte sich auch nicht in der Renaissance.

Heute

Noch heute werden Windhunde für die Hetzjagd auf Sicht gezüchtet. Während andere Jagdhunde mit Hilfe ihrer Nase (Geruchssinn) die Beute aufspüren, erfassen Windhunde ihre Beute eben mit dem Sehsinn. Noch heute werden Windhunde zur Hasenhetze eingesetzt. Aber auch beim Hundesport wird auf ihre Geschwindigkeit gesetzt. So sind in den angelsächsischen Ländern kommerzielle Windhundrennen verbreitet, bei denen fast ausschließlich Greyhounds und Whippets zum Einsatz kommen.

Unterteilung der Windhunde

Windhunde werden in verschiedene Gruppen unterteilt:

  • Okzidentale Windhunde (Rosenohren, Sprinter)
  • Orientale Windhunde (Schlappohren, vom Wesen eigenständiger, ausdauernder)
  • Mediterrane Windhunde (erkennbar an den Stehohren, wie sie der Pharaoh Hound aufweist)

Natürlich gibt es dann noch die Aufteilung des FCI. Dieser verteilt die 13 von ihm anerkannten Windhund Rassen in die Gruppe 10 und noch fünf weitere windhundähnliche Rassen in der Gruppe 5. Dabei wird in Haarkleid, Größe und Erscheinungsbild unterschieden. Hier eine Übersicht der FCI Systematik.

Gruppe 10

Sektion 1: Langhaarige oder befederte Windhunde: Afghanischer Windhund (Afghane), Barsoi, Saluki.

Sektion 2: Rauhaarige Windhunde: Deerhound, Irischer Wolfshund

Sektion 3: Kurzhaarige Windhudne: Azawakh, Chart Polski, Galgo Español, Greyhound, Italienisches Windspiel, Magyar Agar (Ungarischer Windhund), Sloughi, Whippet

Grupp 5 – Windhundähnliche Rassen

Diese werden manchmal auch als Mediterraner Windhund bezeichnet. Zu diesen gehören: Cierneco dell’Etna, Pharaoh Hound (Kelb tal Fenek), Podenco Canario, Podenco Ibicenco, Podengo Portugués.

Vom FCI nicht anerkannte Windhund-Rassen

Natürlich gibt es auch Windhund-Rassen,d ie noch nicht vom FCI anerkannt worden sind.

  • American Staghound
  • Chortaj
  • Kritikos Lagonikos (vom VDH national für Deutschland anerkannt; im Folgenden kurz: VDH anerkannt)
  • Longhaired Whippet/Silken Windsprite (VDH anerkannt)
  • Mittelasiatischer Tazi
  • Mudhol Hound
  • Podenco Andaluz (VDH anerkannt)
  • Silken Windhound
  • Taigan (VDH anerkannt)